Hoch und Tiefs 2010!

 

Und wieder sitze ich hier am oberen Schlossteich, acht Uhr morgens starker Nebel fällt gerade ein, es ist der 2. Oktober 2010 und die Nacht war schon knapp vor dem Gefrierpunkt. Als das heurige Jahr 2010 begann, dachte ich nicht daran, dass es so viele Hoch und Tiefs geben könnte, wie ich und meine Freunde es erleben sollten. Wir, das Carp Team Paro Junkies, waren auch heuer wieder bei einigen Cup's angemeldet die über das ganze Jahr aufgeteilt waren.

 

Meinen ersten Ansitz machte ich am ersten April, dieses Wochenende brachte mir drei Fische der erste Vollrun um 23 Uhr 50, der Regen prasselte heftig aufs Zelt bei null Grad Außentemperatur. Als ich aus dem Zelt stürmte, traute ich meinen Augen nicht: Schneeflocken so groß wie Big Balls und der Regen dazu, einfach schön!! Aber ich bekam ihn, meinen ersten 2010er Carp, mit einem Gewicht von 11,4 kg. Nach gut zwanzig Stunden Warten kam der zweite Run: 5 kg, naja auch schön bei dieser Temperatur. Zwei Tage später dann, am letzten Tag, beglückte mich noch ein schöner Lederkarpfen mit 11 kg.

 

Das darauffolgende Wochenende plankte ich total, keinen Pieper nichts - Schneider!! Mein Freund Gauk konnte einen schönen Schuppi landen.

 

Dann war es soweit, der erste Cup stand vor der Türe, der Quantum Cup in Kroatien. Natürlich hofften wir wie alle anderen nicht die Plätze zu ziehen der berüchtigten Stipperstrecke, da man hier nicht gewinnen kann........ Hier gibt es keine hot Spots nur eine öde Wüste am Grund mit Schotter und etwas Schlamm, und welchen Platz zogen wir?! Na gut! So machten wir das Beste daraus und wir konnten zwei Prachtexemplare auf die Matte legen, einen Spiegler mit 17,3 kg und einen Schuppi mit 18kg. Ich konnte hier meinen ersten Fisch über 10 kg fangen, da mich dieser See in den letzten Jahren immer bes..... hatte. Ich glaube nicht mehr daran, dass ich hier noch einen Dicken fangen werde. Wir konnten aber trotz des schlechten Platzes den achten Platz erreichen, wobei es unseren Nachbarn schlecht erging. Unsere rechten Nachbarn hatten bis eine halbe Stunde vor Schluss keinen Biss, als Norbert (Schratzi) einen Vollrun bekam, der zweitschwerste Fisch des Bewerbes mit 24,4 kg.

 

Jetzt ist es 11 Uhr, da kommen Besucher, meine Freunde die Gaukis, sie wollen auch ihr Glück versuchen und das hatten die beiden auch. Gauki fing einen schönen Schuppi mit 12,6 kg und Simone einen Spiegler mit 13 kg, und das auf Boilies, die Simone mit Paro Produkten selbst gerollt hatte. Ps.: Gratuliere zu deinem Personal Best Simone! Petri Heil ihr zwei Wilden!

 

Nun wieder zurück zum Jahresrückblick! Das erste Maiwochenende versuchte ich mit meinen Freunden, den Gaukis, unser Glück am oberen Schlossteich. Da dieser Teich mit neun Hektar nur mit ca.85 Karpfen besetzt wurde, sind Massenfänge nicht an der Tagesordnung, aber es kommt des Öfteren vor, dass wir einen dicken nach dem anderen fangen. ich selbst konnte sieben Fische, davon vier Karpfen über zehn Kilo, der schwerste mit 12,3 kg fangen. Nun musste wieder gepackt werden, denn am Montag um 3 Uhr ging’s wieder auf einem Cup nach Ungarn, dem 6. Carp Brothers Carp Cup. Die Vorfreude war groß, aber nach der Platzlosung verging uns das Lachen! Horst wollte, dass ich den Platz ziehe, damit er nicht schuld sei, wenn wir einen schlechten Platz haben. Unsere Wunschplätze waren im Mittelteil des Sees, aber was da noch niemand wusste: da sollten dieses Mal wenig Fische gefangen werden. Im letzten Jahr 09 wurden hier die meisten Fische gefangen und im Flachwasser so gut wie gar nichts. Auch heuer waren die Karpfen wieder mitten im Laichen, so wie letztes Jahr und das war kein gutes Zeichen. Gut, ich zog also unseren Platz und es war?? Mitten im Flachwasser!! Na super! Genau das wollten wir nicht, aber ich war dafür, zu kämpfen, nur Horsti konnte seinen Frust nicht verbergen und wollte wieder nach Hause fahren. Es gelang mir ihn zu überreden, noch vor 12 Uhr die Ruten aufzubauen um zu starten. Unsere Baits von Paro waren wieder die scharfe Leber. Mit diesen Boilies konnten wir im letzten Jahr gut fangen und gewannen den šumbar Carp Cup. Auch am Carp Brothers Cup 09 konnten wir gut damit fangen, deshalb mussten diese Boilies wieder mit dabei sein. Bis Dienstag konnten wir nur vier Fische in die Wertung bringen, da diese erst ab 3 kg zählten und Horst war noch immer demotiviert. Als wir die Zwischenstandsliste bekamen, waren wir am 13. Platz und die gefangenen Fische wurden fast alle in unserem Sektor b gefangen! Das motivierte mich noch mehr, aber Horst resignierte noch immer.

 

Nach einer längeren Diskussion mit Horst stand er auf und sagte zu mir: "Wenn ich bis morgen früh keinen Dicken mit zwanzig Kilo habe, fahre ich nach Hause". Das war eine Ansage!!! Mittwoch früh morgens genau 4 Uhr 30: pieeeeeeeep Vollrun! ich war als erster bei Horst seinen Ruten, beim Anheben blieb die Flucht des Gegenüber voll bei seiner Kraft die X-Flat bog sich, und da war auch schon Horst. Ich sagte nur: „Das ist er der Dicke!“ und gab im die Rute. Nach einem heftigen Drill war er es: 20 kg zeigte die Reuben-Heaton, jetzt leckte auch Horst Blut! Leider verlor er an diesen Mittwoch einige schöne Fische, aber die Zwischenstandsliste zeigte, dass wir nun auf Platz 7 waren. In diesem Sektor b waren fünf starke Teams nebeneinander, die Breite dieses Abschnittes beträgt nur ca. 110 Meter, was nicht gerade einfach war, denn Jeder kämpfte um jeden einzelnen Fisch. Die nächste Liste zeigte uns: wir sind jetzt am 3. Platz und jetzt begann erst recht das Grübeln: "Wir, das Paro Team, könnten gewinnen!“ So kam es auch Freitagabend! Die letzte Zwischenstandsliste zeigte uns, dass wir auf Platz 1 sind! In der letzten Nacht konnten wir mit den Leber Boilies noch den Sieg für uns klarmachen!

 

Die darauffolgenden Wochenenden hatte ich mit den Paro Extrem Banane Boilies das unglaubliche Glück, einige Dicke auf den Haken zu bekommen. Und endlich hatte der obere Schlossteich einen neuen Rekordfisch ans Licht gebracht: 17,4 kg. Nur hatte ich in dieser Woche zwei schöne Schuppis, die mir Gauk keschern wollte, vorm Kescher verloren.

 

Ja das ist leider nicht so einfach, aber viele Gastfischer, die die letzten Jahre bei uns waren, haben sich auch schon blau und grün geärgert.

 

Der nächste Cup stand vor der Tür, Byron Rösler Carp Cup! Ja! Und unser Start ging voll auf, die ersten 24 Stunden übernahmen wir gleich die Führung auf platz Eins! Dann kam das Unwetter, Regen wie aus Eimern, mitten in der Nacht mussten wir graben um im Zelt nicht zu ertrinken! Danach kam das Hochwasser, und der See stieg und stieg. Wir saßen genau auf der Seite, wo der Bach in den See einfliesst. Und es waren Schlamm, Äste und Sträucher, die unsere Spots vernichteten. Wir konnten aber trotzdem den 8. Platz erreichen, wobei wir nur 10 Kilo von Platz 4 entfernt waren.

 

Im Juli entschlossen die Gaukis und wir 8 tage am oberen Schlossteich zu fischen. Und siehe da, sehr viele Fische über zehn bis 16,8 kg konnten wir fangen. Am Besten nahmen die Carps die Extrem Banane und Drunken Carp von Paro Baits. Ach ja, als ich mir die Hände im Teich waschen wollte, hatte ein Hecht die kluge Idee, an meinem linken Ringfinger zu nuckeln! Hätte er zuerst die Zähne herausgenommen wäre es mir lieber gewesen!! „gg“! Luki, danke für die Erstversorgung mit dem Obstler!

 

Bis Ende September konnte ich sehr viele Karpfen von 14 bis 17 Kilo fangen, aber ich hatte auch Session wo die Dicken einfach nicht wollten.

 

Vom 26 bis 29. August fischte ich mit Gauk den Fzz Carp Cup. In der zweiten Nacht konnte Gauk einen Schuppi mit 105 cm und 22,10 Kilo fangen. Als wir den Fisch gerade wiegen wollten, kam Horst vorbei und meinte, dass einige Plätze weiter ein 20+ gefangen wurde. Da öffnete ich den Wiegesack und sagte zu Horst. „Was glaubst du, wie schwer ist dieser hier?“ Der andere hatte 21,60 Kilo!! Am darauf folgenden Tag konnte ich im strömenden Regen einen Amur mit 11,4 Kilo fangen. Die letzte Nacht brachte noch drei Karpfen und wir konnten die Wertung für den schwersten Fisch gewinnen.

 

Vom 24.bis 27. September fischten wir, Horst und ich, den Rakitje Carp Cup mit, und wieder hatten wir die Stipperstrecke.

 

Es kam aber anders als wir glaubten, in der ersten Nacht bekam ich um 4.30 Uhr meinen ersten Run. Ein super Drill, der alles hatte was dazugehörte und der Kescher siegte. Die Reuben-Heaton zeigte 22,10 Kilo!! Yes!! Mein Personal Best mit Paro Baits! Danach ging’s dahin, nur unsere Nachbarn, beide kroatische Teams, hatten damit ein Problem! Unsere rechten Nachbarn verstreuten ihr Futter kreuz und quer und unsere Bisse wurden weniger. 13 Minuten vor Ende des Cups bekam ich einen Vollrun! Wahnsinn! Der ging ab wie ein Tornado, einfach nicht zu stoppen! Um 11 Uhr kam der Schlusspfiff und das war gut so, da der Fisch ansonsten alle Ruten abgeräumt hätte. Jetzt wurde die Zeit aber schon knapp, da es schon 11.15 Uhr war, und ich machte mehr Druck. Hinter mir standen schon etliche andere Fischer, die schon sehr neugierig waren, was da ans Tageslicht kommt. Nur ca. 40 Meter vorm Ufer brach mir das Vorfach und ich verlor den Fisch. Wir sahen den Fisch nicht einmal, aber der Drill war der Hammer. Jedenfalls konnten wir die Kategorie mit dem schwersten Fisch gewinnen und wurden Sechster.

 

 

 

Anfang Oktober fuhr ich mit meinen Freunden aus Salzburg, Herbert und Ewald, nach Italien Welsfischen. Dazu habe ich den Bericht „Kanal des Grauens!“ und „Kanal der Giganten!“ geschrieben.

 

Dieser Trip war ein von Erfolg gekröntes Wochenende, mit einigen grossen Pannen. Aber die Waller machten dies wieder gut. Herbert mit einem 218 cm und 72 Kilo schweren Waller, und meiner mit 226 cm und 79 Kilo. Das nenne ich eine Session, mit allem, was dazugehört!

 

Im Spätherbst testeten wir vom Paro Team dann die Barbetta Montreal Karpfenrute. Dazu habe ich den Bericht „Wer kennt diese Marke?“ eschrieben.

 

Am 5. und 6. November fischte ich dann das letzte Mal in Riegersburg, wobei ich mit drei Fischen von 11,8 kg, 10 kg und 12 kg sehr zufrieden sein konnte.

 

Vom 19. bis 22. November ging es nach Herzogenburg an einem echt super Traumsee, wo mein Freund Hevy seine Jahreskarte hat. In der ersten Nacht konnte Hevy einen schönen Spiegler mit 16,6 kg auf Paro Baits fangen. Am letzten Tag, dem 21.11. um 8 Uhr hatte ich meinen letzten Fischkontakt für das Jahr 2010 und ich konnte diesen landen.

 

So einen Abschluss mit diesem herrlichen Spiegler von 17,40 Kilo bei minus 6 Grad ist das schönste, was man sich nur wünschen kann. Und gefangen habe ich diesen auf Drunken Carp Boilie. Die Boilies von Paro Baits haben mir 2010, 66 fische über 10 Kilo gebracht. Und damit kann ich sagen, dass ich 2010 mit Paro Baits erfolgreich war.

 

Jetzt hoffen wir dass 2011 für uns alle nicht hinterher hinkt und uns auch einige Überraschungen bringt!

 

Somit wünsche ich euch Allen ein kräftiges Petri für 2011 und vielleicht sehen wir uns ja Mal!!

 

Werner Kienast

 

www.carpmylife.at

 

Paro Baits Austria Carp Team